VLADIMIR MALAKHOV:
SUCHE NACH SCHWERELOSIGKEIT


D 2004/05
R: Carsten Fiebeler
D: Carsten Fiebeler

Dokumentarfilm, 55 Min.


Inhalt // Stab // Infos

Er gilt schon heute als eine der Legenden des klassischen Balletts und wird als einer der wenigen Weltstars von Berlin bis New York und von Wien bis Tokio gefeiert: Vladimir Malakhov hat in seiner über zwanzigjährigen Tänzerkarriere eigentlich alles erreicht, was im klassischen Tanz erreichbar ist. Von Kritikern wurde er zum "Tänzer des Jahrhunderts" gekürt, von den prominentesten Choreografen mit Stücken, die extra für ihn konzipiert wurden, geehrt und in der ganzen Welt mit Preisen überhäuft. Legendär sind seine unglaublichen Sprünge: ohne das sonst übliche "Hochwuchten" mit den Armen, ganz leicht, dabei immer einen Moment länger in der Luft als andere und mit einer extrem weichen Landung - so kommt Malakhov dem Ideal des klassischen Tanzes von der Aufhebung der Schwerkraft und dem Traum vom Fliegen sehr nahe.

Der Film zeigt Vladimir Malakhov in einer künstlerischen Umbruchsphase: den in Tokio wie ein Popstar umjubelten Tänzer, den Choreografen bei den Proben zu "Cinderella", den Ballettdirektor an der Staatsoper in Berlin, den Tänzer bei einem Auftritt in Österreich, und natürlich in Moskau, bei einem Besuch der "Bolschoi Ballettschule", wo Malakhov als Junge seine Tänzerausbildung begann. Die Wurzeln seiner Karriere werden spürbar, wenn seine Eltern erzählen, wie er schon als kleines Kind Tänzer werden wollte und mit vier Jahren seine Ausbildung begann.

Der Regisseur Carsten Fiebeler, dessen jüngster Film ("Kleinruppin forever") gerade in den deutschen Kinos erfolgreich war, zeigt ein sehr persönliches Porträt Malakhovs. Viele Freunde und künstlerische Weggefährten, die sein Leben bis heute maßgeblich bestimmen, kommen zu Wort. Und so wird auch die menschliche Seite eines Weltstars sichtbar, der sein komplettes Leben dem Tanz verschrieben hat. Und es wird deutlich, wie sehr die schwerelose Kunst ein Resultat knochenharter Arbeit ist.